Grafologie

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Häufig gestellte Fragen

Grafologinnen und Grafologen hören immer wieder gleichartige Fragen. Hier sind die häufigsten aufgeführt und beantwortet.
Weitere Informationen finden Sie in den Rubriken Publikationen und Expertenbeiträge.
Vielleicht sehen Sie sich auch in der Fachliteratur um?

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Frage 1 - Es wird eine Handschriftprobe von mir verlangt. Worauf muss ich achten?
Frage 2 - Spielt es eine Rolle, ob ich Druckschrift oder verbundene Schrift schreibe?
Frage 3 - Warum muss mein Alter bekannt sein?
Frage 4 - Warum muss ich mein Geschlecht angeben?
Frage 5 - Warum muss ich meine Schulbildung angeben?
Frage 6 - Meine Handschrift ist nicht immer gleich. Kann trotzdem auf meine Persönlichkeit und auf meine Fähigkeiten geschlossen werden?
Frage 7 - Spielt es eine Rolle, ob man mit der linken oder mit der rechten Hand schreibt?
Frage 8 - Entscheidet eine Handschrift-Expertise über Zusage oder Absage bei einer Bewerbung?
Frage 9 - Kann ein Gutachten über mich eingeholt werden, ohne dass ich es weiss?
Frage 10 - Wie steht es mit dem Datenschutz?
Frage 11 - Was ist der Unterschied zwischen Grafologie und Schriftpsychologie?
Frage 12 - Häufig wird gesagt, dass Grafologie nichts bringe.
Frage 13 - Heute wird viel weniger von Hand geschrieben als früher. Hat dies einen Einfluss?
Frage 14 - Kann Grafologie auch Auskunft über die Echtheit eines Dokumentes geben?
Frage 15 - Erhalte ich eine Kopie des Gutachtens?
Frage 16 - Weshalb soll ich für ein Gutachten bezahlen, es gibt ja gratis Tests im Internet
Frage 17 - Können Handschriften von Kindern und Jugendlichen auch analysiert werden?
Frage 18 - Was bringt die Grafologie?


Es wird eine Handschriftprobe von mir verlangt. Worauf muss ich achten?
Eigentlich auf nichts besonderes. Schreiben Sie einfach so, wie Sie es immer tun, wenn Sie nicht gerade eine Telefonnotiz hinkritzeln.
Vor allem: Versuchen Sie nicht, eine "schöne Schulschrift" zu produzieren, wenn Sie sonst anders schreiben.
Verwenden Sie ein Schreibzeug, das Sie gerne benutzen, das Ihnen "liegt".
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Spielt es eine Rolle, ob ich Druckschrift oder verbundene Schrift schreibe?
In erster Linie ist entscheidend, dass Sie so schreiben, wie Sie es sich gewohnt sind. Wenn Sie üblicherweise Druckschrift schreiben, dann verfassen Sie Ihre Handschriftprobe ebenfalls in Druckschrift. Wenn Sie manchmal Druckschrift und manchmal Laufschrift schreiben, dann legen Sie am besten zwei Schriftproben bei.
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Warum muss mein Alter bekannt sein?
Alle Zusatzinformationen ermöglichen es dem Grafologen / der Grafologin, die Beobachtungen aus der Handschrift konkreter einzuordnen.
Zum Alter: Im Laufe unseres Lebens machen wir unsere Erfahrungen, es stösst uns auch vieles zu. Dies schlägt sich nicht nur beispielsweise in den Gesichtszügen nieder, sondern auch in unserer Handschrift. Schreibt eine Siebzigjährige so schwungvoll wie eine Vierzigjährige, dann ist das ganz charakteristisch für diese Persönlichkeit: Sie verfügt über eine überdurchschnittliche Spannkraft.
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Warum muss ich mein Geschlecht angeben?
Alle Zusatzinformationen ermöglichen es dem Grafologen / der Grafologin, die Beobachtungen aus der Handschrift konkreter einzuordnen.
Zum Geschlecht: Psychologisch gesehen haben wir alle männliche und weibliche Anteile in uns. Sicher ist es so, dass gewisse Merkmale häufiger in Schriften von Frauen auftreten und andere häufiger in Schriften von Männern. So ist es beispielsweise statistisch erwiesen, dass Frauenschriften tendenziell grösser sind als Männerschriften und auch vermehrt die Rundungen in den Buchstabe betont werden. Entsprechend stark fällt es ins Gewicht, wenn Abweichungen davon zu beobachten sind. Je nach der beruflichen Aufgabe kann diese Eigenart ein besonderer Vorteil sein. Um das richtig gewichten zu können muss eben das Geschlecht bekannt sein.
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Warum muss ich meine Schulbildung angeben?
Alle Zusatzinformationen ermöglichen es dem Grafologen / der Grafologin, die Beobachtungen aus der Handschrift konkreter einzuordnen.
Zur Schulbildung: Diese Angabe lässt Rückschlüsse zu, wie viel von Hand geschrieben werden musste; wer z.B. nach der obligatorischen Schule eine handwerkliche Lehre gemacht hat ist weniger schreibgeübt als jemand, der oder die eine Mittelschule besucht und ein Studium gemacht hat. Je öfter wir schreiben, umso eher werden die Formen ungenau (im Vergleich mit der Schulschrift). Sprichwörtlich dafür sind etwa die Arztschriften, die als unleserlich gelten - übrigens ein Vorurteil, das keineswegs immer zutrifft!
Schreibt also jemand mit einem umfangreichen Bildungsrucksack sehr leserlich, dann ist dies eine ganz persönliche Eigenheit, die entsprechend im Gesamturteil gewichtet werden muss, genau so, wie eine ausgesprochen gewandte Schrift bei jemandem ohne lange Schulbildung.
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Meine Handschrift ist nicht immer gleich - kann trotzdem auf meine Persönlichkeit und auf meine Fähigkeiten geschlossen werden?
Es ist zutreffend, dass wir nicht immer gleich schreiben. Zum einen spielt es eine Rolle, ob wir schnell eine Notiz für uns selbst machen (dann kritzeln wir schnell etwas hin, das wir vielleicht selber nicht mehr genau lesen können) oder ob wir jemand anderem etwas schriftlich mitteilen wollen. In der Regel geben wir uns im zweiten Fall etwas mehr Mühe. Diese beiden Schriften unterscheiden sich in erster Linie in der Genauigkeit der Formen. Davon abgesehen bleiben aber wesentliche Eigenarten bestehen. (vgl. auch den Artikel von Teut Wallner dazu in Publikationen.)
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Spielt es eine Rolle, ob man mit der linken oder mit der rechten Hand schreibt?
Ja, das muss unbedingt bekannt sein. Es gibt Leute, die eigentlich mit der linken Hand schreiben würden, aus unterschiedlichen Gründen aber "umgeschult" worden sind. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, dann sollten Sie das auch mitteilen.
Wer mit der linken Hand schreibt, der oder die schreibt eigentlich "in die falsche Richtung"; man muss das Schreibzeug "stossen" und zudem darauf achten, dass das Geschriebene nicht gleich wieder verschmiert. Durch die veränderte Haltung der Hand ergeben sich veränderte Eigenheiten; beispielsweise haben viele Linkshänder eine steile oder gar eine linksschräge Schrift.
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Entscheidet eine Handschrift-Expertise über Zusage oder Absage bei einer Bewerbung?
Das dürfte nicht sein, denn ein grafologisches Gutachten ist nur ein Puzzleteil in einer ganzen Serie von Entscheidungsgrundlagen. Diese sind: fachliche Qualifikationen (die oft sehr direkt überprüft werden können), Arbeitszeugnisse, Referenzauskünfte, Verhalten in den Bewerbungsgesprächen und in den sonstigen direkten Begegnungen, eventuell werden auch weitere Tests gemacht. Zudem wird in der Regel auch geprüft, ob eine Bewerberin / ein Bewerber auch in das bestehende soziale Umfeld passen würde.
Wird jemandem eine Absage erteilt mit dem Hinweis, das grafologische Gutachten habe darüber entschieden, dann drängt sich der Verdacht auf, dass sich da jemand auf wenig professionelle Weise herausreden wollte.
vgl. auch das Gespräch auf DRS 1 "Chancen und Risiken der Grafologie" unter Interviews.
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Kann ein Gutachten über mich eingeholt werden, ohne dass ich es weiss?
Der Fall ist klar: eine professionelle Grafologin, ein professioneller Grafologe wird niemals eine Handschrift untersuchen, wenn die schreibende Person das nicht weiss oder nicht damit einverstanden ist.
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Wie steht es mit dem Datenschutz?
Es bestehen strenge Richtlinien über den Umgang mit grafologischen Gutachten. Generell stehen Grafologinnen und Grafologen unter Schweigepflicht. Über den Inhalt eines grafologischen Gutachtens darf gegenüber Drittpersonen nichts weitergegeben werden. Mehr dazu auf www.grapho.ch
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Was ist der Unterschied zwischen Grafologie und Schriftpsychologie?
Grafologie ist der ursprüngliche Begriff dieses Teilgebietes der Psychologie. In der Umgangssprache ist dies immer noch die Bezeichnung dafür, dass eine Handschrift untersucht und gedeutet wird.
Man könnte auch sagen, dass "Grafologie" vor allem der analytische Teil dieses Verfahrens ist. Aber nach der Analyse - die gewissermassen eine Sammlung von Puzzleteilen ergibt - ist die Synthese gefragt: Die Befunde müssen in einen Kontext gestellt werden und ein Persönlichkeitsbild ergeben. Dazu sind fundierte psychologische Kenntnisse nötig und von da her ist die Bezeichnung "Schriftpsychologie" eigentlich zutreffender. Mehr dazu unter Informationen.
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Häufig wird gesagt, dass Grafologie nichts bringe.
Diese Behauptung ist immer wieder zu hören - meist von Leuten, die sich nicht oder nur oberflächlich mit dem Metier auseinandergesetzt haben.
Dafür gibt es zwei Hauptgründe: Einmal ist es für manche Leute etwas beunruhigend, wenn aus einer Handschrift auf persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten geschlossen werden kann. Meist macht man sich aber falsche Vorstellungen, etwa dass aus einer Unterschrift oder einer kurzen Notiz schon "alles" gesehen werden kann oder dass die Grafologin "aus Distanz" Wesentliches erkennt. Das ist beides nicht möglich, denn eine gründliche Analyse braucht genügend Schriftmaterial und sehr viel Zeit.
Der zweite Grund ist kommerziell: Wer ein teures Analyseinstrument - beispielsweise mit Computerauswertung in Lizenz - verkaufen will, der ist nicht erfreut, wenn ein einfacheres und kostengünstigeres Verfahren mindestens gleich gute Aussagen machen kann. Da wird dann die Grafologie einfach schlecht gemacht und es gibt viele Leute, die das gerne glauben, weil sie der Meinung sind, nur etwas, das viel koste sei auch viel Wert. Bei näherem Hinsehen halten viele der teuren Instrumente nicht was sie versprechen, viele sind auch ziemlich spekulativ, obwohl am Ende eindrückliche Grafiken ausgedruckt werden können.
Lesen Sie doch die persönlichen Erfahrungen in den Interviews und machen Sie sich selbst ein Bild!
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Heute wird viel weniger von Hand geschrieben als früher. Hat dies einen Einfluss?
Sicher hat dies einen Einfluss - es ist gewissermassen ein Spiegel unserer Zeit. Die Gewohnheiten beim Schreiben verändern sich laufend: Früher wurden die gesamte Geschäftskorrespondenz und die Buchhaltung von Hand geschrieben; also waren sehr leserliche Schriften gefragt, die möglichst wenig Eigenprägung aufwiesen (vgl. Bernhard Wittlich in Publikationen. ).
Zudem kommen immer wieder neue Schreibwerkzeuge auf den Markt: Füllfederhalter, Kugelschreiber, Faserschreiber, Gelstifte usw. haben die Gänsefeder und das Tintenfass schon längst abgelöst.
Schliesslich verändern sich auch gesellschaftliche Werte: der Schönschreibunterricht in der Schule wurde schon vor vielen Jahren abgeschafft, was bedeutet, dass Jugendliche schon viel früher ihre persönliche Handschrift entwickeln können.
Als lebendige Wissenschaft stellt sich die Grafologie darauf ein.
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Kann Grafologie auch Auskunft über die Echtheit eines Dokumentes geben?
Einfache Schriftvergleiche sind sicher möglich, sofern genügend Vergleichsmaterial vorhanden ist.
An sich ist das aber ein Spezialgebiet, das als Schriftvergleichung oder als Forensische Schriftuntersuchung bezeichnet wird.
Schriftsachverständige untersuchen ein Dokument mit physikalischen und chemischen Methoden: Sie überprüfen es z.B. mit UV-Licht, analysieren die verwendete Tinte usw. Ein Beispiel:

C:\GRAFOLOGIE_CH\images\p001_0_00_01.jpg
Error File Open Error


Im oberen Teil (blau) ist der Check abgebildet, wie man ihn von Auge sieht.
Unter UV-Beleuchtung (unten, violett) wird sichtbar, dass das zweite Wort "null" sowie die letzte Null mit einem anderen Schreibzeug angefügt worden sind. Zudem wurde versucht, die Währung "FF" in "CHF" zu ändern (Foto Kantonspolizei Zürich).
Mehr über dieses spannende Gebiet auf www.schriftvergleichung.de
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Erhalte ich eine Kopie des Gutachtens?
Auf alle Fälle haben Sie Anrecht auf Einsicht in das Gutachten über Sie. Viele Auftraggeber besprechen das Gutachten mit dem Kandidaten/ mit der Kandidatin. Und viele geben auch eine Kopie ab.
Wenn es zu einer Anstellung kommt, dann wird das Gutachten im Personaldossier abgelegt. Andernfalls muss das Gutachten vernichtet werden - sehr viele Auftraggeber händigen es dann der Kandidatin/dem Kandidaten aus.
Grundsätzlich darf eine Grafologin / ein Grafologe aber nicht von sich aus das Gutachten in Kopie abgeben. Mehr dazu auf www.grapho.ch
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Weshalb soll ich für ein Gutachten bezahlen, es gibt ja gratis Tests im Internet
Diese Tests haben nichts mit Grafologie zu tun. Wer die Seiten aufmerksam liest, der oder die erfährt, dass da jemand einfach etwas zusammengestellt (oder im Originaltext: "zusammengeschustert" hat). Die Fragen scheinen einfach, aber es wird nicht definiert, was z.B. als grosse oder als kleine Schrift gilt.
Zudem sind die Antworten recht beliebig und widersprechen sich inhaltlich häufig - auch das ein Hinweis darauf, dass da jemand einfach ein bisschen "gespielt" hat.
Beachten Sie auch den Artikel "Graphologie ist keine Spielerei"
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Können Handschriften von Kindern und Jugendliche auch analysiert werden?
Ja, das ist möglich. In der Handschrift von Kindern und Jugendlichen zeigen sich schon deutlich persönliche Merkmale; allerdings sind diese meist nicht so deutlich wie in Erwachsenenschriften. Darum
arbeiten nicht alle Grafologinnen und Grafologen mit Schriften von Jugendlichen, denn es braucht dazu auch zusätzliche psychologische Kenntnisse über die Entwicklungsstufe.
Aber gerade im Zusammenhang mit Ausbildungsfragen können aufgrund der Handschrift wichtige Informationen gegeben werden.

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Was bringt die Grafologie?
Eine Untersuchung der Schweizerischen Graphologischen Gesellschaft zur Qualiltätssicherung zeigt, dass die Zufriedenheit hoch ist und dass die Ergebnisse als ausgesprochen gewinnbringend eingeschätzt werden. Ein Überblick über die Resultate dieser Umfrage ist zu finden auf www.sgg-graphologie.ch

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